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Ein blaues Seidentuch verschwindet aus einem Trinkglas und erscheint in einem anderen Trinkglas zwischen zwei roten Seidentüchern geknotet.

Der Zauberkünstler zeigt zwei kleine rote Seidentücher vor und lässt sie von einem Zuschauer mit je einem Zipfel aneinanderknoten. Daraufhin rollt er sie recht fest zusammen und legt sie in ein leeres Bierglas, das er einem Herrn aus dem Publikum zum Halten überreicht.



Dann zeigt er ein zweites Bierglas und ein kleines blaues Tuch vor, gibt es in das Glas und erfasst das Glas mit beiden Händen, und zwar so, dass die rechte Hand vor der Öffnung, die linke dagegen auf dem Boden des waagerecht gehaltenen Glases ruht.



Sobald der Künstler bis „drei“ gezählt hat, verschwindet plötzlich das Tuch aus dem Glas in seinen Händen. Nachdem dies geschehen ist, bittet der Künstler den Zuschauer, der das andere Glas in Verwahrung hat und dasselbe stets hochgehalten hat, die darin enthaltenen Tücher herauszunehmen und zu entfalten.



Der Zuschauer befolgt die Aufforderung des Zauberer und nun zeigt es sich, dass das blaue Tuch, das aus dem Glas des Künstlers verschwunden ist, zwischen den beiden roten Tücher geknotet ist.



Zu diesem Kunststücke, das bei eleganter Ausführung sehr überraschend wirkt, sind außer den beiden Biergläsern sechs Seidentücher, nämlich vier Rote und zwei Blaue erforderlich.



Vor Beginn der Vorstellung knotet man diese drei Tücher, zwei rote und ein blaues, so aneinander, dass sich das blaue Tuch in der Mitte befindet. Nun legt man diese drei Seidentücher mehrmals zusammen und rollt sie recht fest auf. Dabei ist darauf zu achten, dass von dem blauen Tuch nichts zu sehen ist, und man zieht, damit die Tücher nicht wieder auseinanderfallen, einen kleinen Gummiring über das Paket, das man so präpariert im Westenausschnitt verbirgt.



Hat nun bei der Vorführung der Zuschauer die beiden roten Tücher aneinandergeknotet, so sorgt man beim Aufrollen dafür, dass das Paket möglichst dieselbe Form erhält, wie das im Westenausschnitt verborgene, auch zieht man einen Gummiring darüber.



Dann zeigt der Künstler das kleine Päckchen vor und wendet sich darauf dem Zaubertisch zu, um eines der Biergläser zu holen. Während man nun mit der rechten Hand das Glas vom Tisch nimmt, steckt man schnell das mit der linken Hand gehaltene Paket unter die Weste und nimmt dafür das im Westenausschnitt verborgene Päckchen in die Hand.



Von dieser Verwechslung können die Zuschauer bei nur halbwegs geschickter Ausführung nichts merken, da man beim Fortnehmen des Glases vom Tisch den Zuschauern, wenn auch nur für einen Moment, den Rücken zuwendet.



Das vertauschte Tücherpäckchen legt man nun in das Glas und übergibt es einem Zuschauer zum Halten.



Das Verschwinden des blauen Tuches aus dem vom Zauberer gehaltenen Glas geschieht mit Hilfe eines Zugfadens. Man befestigt das eine Ende eines starken schwarzen Fadens am linken Handgelenk, leitet den Faden darauf im linken Ärmel hinauf, über den Rücken hinweg und im rechten Ärmel wieder hinab.



Das freie Ende des Fadens wird mit einer Schlinge versehen, die man vorerst über den Manschettenknopf hakt, damit sie sich nicht so weit in den Ärmel hineinzieht, und man sie stets zur Hand hat. Der Faden muss jedoch so abgepasst sein, dass er stark angezogen ist, wenn man beide Arme etwas gekrümmt hält.



Soll nun das Verschwinden des Tuches vor sich gehen, so nimmt man das Glas in die linke und das Tuch in die rechte Hand und zieht, während man die Arme krümmt, unbemerkt die Fadenschlinge aus dem Ärmel hervor, zieht das Tuch hindurch und gibt es in das waagerecht gehaltene Glas, dessen Öffnung man mit der rechten Hand verschließt, während man es mit der linken am Boden erfasst. Um nun das Tuch verschwinden zu lassen, braucht man nur beide Arme, die man bis dahin gekrümmt hielt, schnell vorzustrecken.



Dabei erweist sich der Faden als zu kurz und zieht das Seidentuch blitzschnell aus dem Glas in den rechten Ärmel hinein. Die rechte Hand hebt man dabei ein wenig, damit das Tuch ungehindert passieren kann.



Nach dem Verschwinden des Tuches bittet der Zauberkünstler den Zuschauer, der das andere Glas hält, die darin enthaltenen Seidentücher zu entfalten, und derjenige wird nicht wenig erstaunt sein, wenn er das blaue Tuch dazwischen geknotet findet.








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